Presseinformation
Mit Herzblut für Magnetschwebebahn
Der 86-jährige setzt sich für die Hochtechnologie ein. Er demonstrierte schon in Den Haag.
Diskussionsabend Unternehmer Rolf Trauernicht zu Gast bei der CDU-Mittelstandsvereinigung. Von Sabine Schicke
Oldenburg - Die Magnetschwebebahn Transrapid ist Rolf Trauernicht eine Herzensangelegenheit. Das spüren die etwa 25 Gäste am Donnerstagabend beim 17. MIT-Gespräch bei Wöbken sofort.
Referierte über den Transrapid: Unternehmer Rolf Trauernicht bei der CDU-Mittelstandsvereinigung.
BILD: Kai Nieman
Der erfolgreiche 86-jährige Unternehmer aus Großefehn in Ostfriesland sprach über „Moderne Verkehrswege – Adern der Wirtschaft“.
Vor Trauernichts engagiertem Plädoyer für den Bau des Transrapids ließ zunächst MIT-Vorsitzende Rita van Döllen-Mokros die Vita des Unternehmers, der als eines von zwölf Geschwistern aufwuchs, Revue passieren. Angefangen hatte er mit einem Lastwagen und einem Fehnkahn, später baute er die Trauco-Gruppe zu einem international operierenden Baustoffhandel aus.
Bekannt wurde Trauernicht, als er den Lückenschluss der A 31 als privat finanzierten Autobahnbau entscheidend vorantrieb. „Wenn man was bewegen will, dann muss das Objekt zukunftsträchtig sein, parteiübergreifend – und man muss etwas dazutun“, sagte er.
Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Trauernicht für die Magnettechnologie ein und beklagt, dass sich die deutsche Bahnwirtschaft damit schwer tut. Obwohl er gut vernetzt sei und etwa Ex-Minister Walter Hirche zu seinen Freunden zähle, gehe es nicht voran. Die bislang einzige Strecke ist in China (Schanghai) in Betrieb. Brasilianer und Araber sind interessiert.
Trauernicht lässt sich einiges einfallen, um für die Magnetschwebebahn zu werben: Demonstration in Den Haag, Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel – und gute Sprüche: „Wir brauchen Hochtechnologie – tapezieren können andere.“
In Deutschland als Verkehrstransitland sieht er angesichts des dramatischen Anstiegs des Güterverkehrs (bis 2015 um 60 Prozent) mehr als Handlungsbedarf für die aus seiner Sicht weitaus umweltfreundlichere und schnellere Magnetschwebebahn (660 km/h). „Zurzeit laufen wieder ernstzunehmende Verhandlungen für eine Strecke zwischen Moskau über Warschau nach Berlin.“ Man solle lieber Geld für den Transrapid ausgeben als damit marode Banken zu retten.





