Presseinformation
Oldenburger Mittelständler besuchen Großbaustellen in Wilhelmshaven
Am 16. April 2010 besuchte der Kreisverband Oldenburg-Stadt zusammen mit Vertretern der Bürgervereine der
Stadt Oldenburg und der Interessengemeinschaft der Bahnanlieger in Oldenburg (IBO) die Stadt Wilhelmshaven.
Ziel waren die Großprojekte Jade-Weser-Port und Neubau des Kohlekraftwerkes der Firma GDF Suez.
Am Fuße der Niedersachsenbrücke erläuterte ein Mitarbeiter der Firma Rhenus-Midgard den Neubau des Kohlekraftwerkes.
Auch die Historie der Firma GDF Suez wurde beschrieben. Mit modernsten und innovativen Planungs- und Konstruktionsweisen
entsteht hier ein hoch modernes Kraftwerk. Die Effizienz der Rauchgasreinigung ist so hoch, dass der Schornstein ca. 30 m
niedriger gebaut werden kann, als der vorhandene des benachbarten Kohlekraftwerks.
Die Niedersachsenbrücke ragt ca. 1,5 km in die Nordsee. Am Brückenkopf landen die Kohleschiffe zur Versorgung der
Kraftwerke an. Von dort hatten die Mittelständler einen hervorragenden Blick auf das aufgespülte zukünftige Hafenareal
des Jade-Weser-Ports.

Die zukünftige Kaimauer mit 1,7 km Länge bietet Platz für vier hochmoderne C
ontainerschiffe mit einem Ladevermögen von bis zu 15.000 Containern. Die Arbeiten
der Baustelle befinden sich im Zeitplan. Wenn die Aufspülung beendet ist, wurden 43.000.000 m³
Sand bewegt. Der Jade-Weser-Port wird zukünftig über eine Gesamtfläche von 290 ha verfügen. Die Logistik wird hiervon ca. 160 ha beanspruchen.
Im Infocenter am Rande des Spülfeldes bekamen die Mittelständler und Gäste durch
eine Führung weitere Informationen über moderne Containerschiffe und die Handelswege
von Containern. Die Ausstellung lädt zum Ausprobieren und Anfassen ein. Dieses wurde vielfach wahrgenommen.

Anschließend besichtigten die Teilnehmer die neu errichtete Lärmschutzwand zum Schutz
des Naturschutzgebietes vor Bahnlärm. Die Konstruktion zum Schutz der Rohrdommel ist an einigen Stellen großflächig zusammengefallen.
Im neu errichteten Hotel Columbia empfing der Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung (WHV),
Herrn John H. Niemann, die Mittelständler. Er berichtete leidenschaftlich und mit viel Herzblut von der Arbeit der
WHV. Engagiert stellte er die verschiedenen Projekte Wilhelmshavener Firmen und den Jade-Weser-Port vor.
Herr Niemann erwartet 2,7 Mio. Container im Jahr. Neben dem Seetransit werden 20 % davon auf Lkw’s und 20 %
über die Bahn abtransportiert werden. Diese 20 % bewirken ca. 1.500 Container pro Tag über Bahn und über Straße.
Der Jade-Weser Port wird ca. 1.000 Arbeitsplätze im Hafen bewirken und mindestens 1.000 weitere hafenabhängige Arbeitsplätze schaffen.
Weitere Projekte, wie z. B. der Neubau des Hotels Columbia wären ohne die Großprojekte in Wilhelmshaven nicht realisiert worden.
Dem hochinteressanten Vortrag schloss sich das traditionelle Schinkenbrotessen an, bevor sich die Mittelständler gut informiert auf den Rückweg machten.



